Schlanke, zentral erbrachte Dienste oder hohe Betreuungsdichte?

Interessante Thesen von Karsten Schuldt zur Fortentwicklung des Bibliothekswesens, von denen die achte (“tief differenziertes System von Bibliotheken”) den Satz enthält:

“Eingliederige Bibliothekssysteme und grosse Zentralbibliotheken werden als hauptsächlich negativ beschrieben werden.”

Dies hat er bereits in der letzten Woche im Beitrag “Wieder mehrgliedrig werden?” schon näher ausgeführt und wies hier auf Publikationen hin, die einen gegenläufigen Trend zur Zentralisierung in Form der Einschichtigkeit erkennen lassen, u.a. die Veröffentlichung von Shuemaker zum Embedded Librarianship. Im Grunde handelt es sich um die Diskussion der Entwicklung von Bibliotheken zwischen zwei Antipoden: Zentralisierte Dienste, die schlank erbracht werden können und dezentralisierte Dienste/Bibliotheken, die näher an der Kundschaft sind und Dienste eventuell zielgerichteter erbringen können (“hohe Betreuungsdichte”).
Nun, es muss nicht alles hier über den OPL-Kamm geschert werden (der Bezug ist schon deutlich), ich wollte nur bemerken, dass die beiden Antipoden in der neuen Zeit nicht notwendig Gegensätze sein müssen, da auch die dezentralen Stellen dank Netz zentrale Funktionen erledigen können. So hat man potentiell erhöhte Flexibilität in der Arbeitsverteilung, ohne die Nähe zur Kundschaft aufgeben zu müssen.

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